Das
Wesentliche des Projektes „Heimat im Licht“ besteht darin,
einem durch die Schule vorgegebenen festen Verband außerschulisch
durch kiez- und kunstbezogene Angebote Erlebnisse zu vermitteln, die die
Fähigkeit des Einzelnen und der Gruppe entwickeln, eigene Interessen
und Bedürfnisse zu erkennen und zum Ausdruck zu bringen.
Entsprechend des Leitbildes unserer Arbeit (Kunst ist Lebensmittel) beabsichtigen
wir, vom Februar 2008 bis Januar 2009 Schülerinnen und Schüler
der 5. Klasse der Grundschule am Hamburger Platz 1 x wöchentlich
ein kiezbezogenes und kulturell bildendes Angebot zu unterbreiten und
möchten den Beweis antreten, dass die kontinuierliche Kunst- und
Kulturarbeit einer Klassengemeinschaft sozial wertbildend ist.
Vier Nachmittage
eines Monats unterliegen folgender Struktur:
1. Nachmittag
eines Monats (Themenkomplex 1):
Führung durch die aktuelle Ausstellung der BrotfabrikGalerie durch
die Galeristin Petra Schröck.
Die Vermittlung der Bilderklärungen erfolgt als interaktive Mitarbeit
durch das Einflechten von Suchbildern, Fragen und Diskussionen. Damit
vollzieht sich die Entdeckung der Vielfalt der fotografischen Darstellungsmöglichkeiten.
Da die Ausstellungen der BrotfabrikGalerie im Hinblick auf ihre Medien:
Fotografie, Installation, Film sehr vielgestaltig sind und insbesondere
mit ihrer gesellschaftlichen Aussage eine immense Bandbreite aufweisen,
ist eine Monotonie der Fragen, Erklärungen, Lebensbereiche ausgeschlossen.
2. Nachmittag
eines Monats (Themenkomplex 2):
Dieser "offene" Tag besteht aus zielgerichteten Spaziergängen
durch den Kiez: zur Skaterbahn, Besuch des Freibades, des Kinos, Spielplatzes,
der Parks, aber auch zum Besuch von Gedenkstätten (dem Jüdischen
Friedhof). Der gemeinschaftliche Weg und das gemeinschaftliche Ziel
führen zu gemeinsamen Eindrücken, Gesprächen, Geschichten
und vertiefen den Blick für die eigene gemeinsame Umgebung. Zu
diesem Nachmittag werden die Kinder ihre Kameras oder gekauften Wegwerfkameras
mitnehmen und die ihnen bedeutsamen Gegebenheiten, Orte, Menschen fotografisch
festhalten. Diese Fotografien können Schnappschüsse sein,
aber auch sehr bewusst gewählte Bildausschnitte.
3. Nachmittag
eines Monats (Themenkomplex 3):
Konzentration der Klasse auf die fotografischen Umsetzungen während
des Spazierganges und Diskussion der eigenen Bilder, ihrer Schärfe,
Ausdruckskraft, Bedeutung. Diese verbale Auseinandersetzung eröffnet
eine ungeahnte Gedanken- und Ausdrucksbreite. Verbirgt sich hinter dem
Wort Natur lediglich die Pflanze, das Tier, der Mensch oder ist es der
Ausdruck für sich wohl fühlen, was dann die Mutter, der Vater,
das Zimmer ... sein können?
Zum Abschluss jedes dritten Nachmittags erfolgt die gemeinsame Wahl
des je Teilnehmer ausdruckstärksten Fotos des Monats.
4. Nachmittag
eines Monats (Themenkomplex 4):
gemeinsame Dokumentation der vorangegangenen drei Nachmittage für
die Darstellung des Projektes auf der Homepage der Grundschule am Hamburger
Platz, sowie gemeinsame Arbeit an der Gruppeninstallation für die
Grundschule am Hamburger Platz. Die Installation wird einem schachbrettartigen
Raster entsprechen. Wobei die Installation von jedem Kind vier Fotos
enthalten wird. Diese Fotos geben die Sicht jedes Kindes mit seiner
Vorstellung von der Heimat, seine Sicht auf die Heimat wieder. Die in
diesen Nachmittag eingebundene Entwicklung der Gruppeninstallation fördert
die Kommunikation durch die Auseinandersetzung, enthält aber auch
die Elemente der Wissensvermittlung: wie gestalte/umrahme ich das Bild;
was ist eine Ausstellung; wie gestalte ich mein Zimmer.
Zum Abschluss dieser Nachmittage wird gemeinsam die Entscheidung für
das Ausflugsziel des kommenden Nachmittags getroffen.
Abschluss
des Projektes:
Fotoinstallation in der Grundschule am Hamburger Platz zu den Themen: